Erster Auftritt, erster Sieg - Herren 3 feiern Auftaktsieg in Littau
Mit grosser Vorfreude und spürbarem Teamgeist starteten die neu formierten Herren 3 von Volley Uri am Samstag, 25. November, in ihre erste Saison. Das junge Team, eine spannende Mischung aus erfahrenen Regionalmeistern, reaktivierten Routiniers/Papis und ambitionierten Junioren, zeigte beim 3:1-Auswärtssieg gegen Littau gleich, welches Potenzial in ihm steckt.
Urner Servicepower überrollt Littau
Der Start in die Partie hätte kaum besser verlaufen können. Hochmotiviert und mit starkem Service-Druck setzten die Urner die Luzerner früh unter Zugzwang. Bereits beim Stand von 2:7 nahm Littau das erste Time-out – erfolglos, denn Uri blieb dominant und baute die Führung bis zum zweiten Luzerner Time-out bei 4:14 weiter aus. Besonders der 17-jährige Youngster Yannick Arnold auf der Diagonalposition liess sein Können mehrfach aufblitzen. Littau fand nie wirklich ins Spiel, und so ging der erste Satz klar mit 25:12 an die Urner.
Charaktertest bestanden: Urner finden zurück in die Spur
Der zweite Satz begann dagegen alles andere als optimal. Einige Eigenfehler und Unkonzentriertheiten brachten Uri früh mit 3:7 ins Hintertreffen – ein erster Charaktertest für das neu formierte Team. Der 16-jährige Leandro Epp holte die Eisen für die Urner wieder aus dem Feuer: Mit einer beeindruckenden Serviceserie drehte er den Satz von 3:7 auf 11:7. Littau sah sich gezwungen, während dieser Serie ein Time-out zu nehmen, um den Urner Service-Druck zu brechen – vergeblich. Danach übernahm Uri wieder klar das Spieldiktat. Beim zweiten Luzerner Time-out bei 12:17 war die Kontrolle längst wieder auf Urner Seite, und Spielertrainer Michi Trutmann wechselte mit Jan Geisser und Noel Gisler weitere Junioren ein. Sie dankten dem Trainer mit einer guten Leistung für sein Vertrauen und auch dieser Satz ging souverän mit 25:17 an Volley Uri.
Im dritten Satz setzte Trainer Michi Trutmann seine Linie fort und vertraute auf die junge Formation, welche den zweiten Satz abschloss. Bereits früh machte dann auch noch Fabio Ziegler auf der zentralen Position des Passeurs Platz für Neuzugang Lars Huhn, sodass eine unerfahrene, aber talentierte Equipe auf dem Feld stand. Uri blieb dennoch tonangebend, lag zwischenzeitlich bis zu drei Punkte vorne, was Littau zum Time-out bei 10:13 veranlasste. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. Am Ende nutzte Littau seine Routine etwas besser und entschied den Satz knapp mit 25:23 für sich.
Urner behalten die Nerven und machen den Sack zu
Für den vierten Durchgang wurde auf gewissen Positionen wieder zurückgewechselt, um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Uri startete stark, zwang Littau bei 6:10 und erneut bei 11:17 zu zwei frühen Time-outs und hatte das Spiel eigentlich im Griff. Phasenweise lag der Vorsprung bei sechs Punkten, doch in der Schlussphase liessen die Urner den Gegner nochmals gefährlich nahe herankommen. Littau wehrte drei Matchbälle ab, bevor Uri beim vierten Versuch den Satz mit 25:23 und damit den Match mit 3:1 für sich entschied.
„Die Schlussphase hat nochmals gezeigt, was für ein Hin und Her es auch in der 5. Liga geben kann – und wie wichtig es ist, konzentriert zu bleiben bis zum letzten Punkt“, resümierte Spielertrainer Michi Trutmann nach dem Spiel.
Insgesamt zeigten die Urner die spielerisch klar bessere Leistung – nur eine Häufung von Eigenfehlern und kurzen Phasen der Unkonzentriertheit liessen die Partie zwischenzeitlich offen werden. Trotzdem überwog am Ende die Freude über das gelungene Debüt und die volle Punkteausbeute. Der Sieg unterstreicht das Potenzial des neu gegründeten Teams, das nicht nur ehrgeizige Ziele verfolgt, sondern auch Spass und Teamgeist grossschreibt.
Die Vorfreude auf die Saison ist damit nochmals gewachsen – und in Uri darf man gespannt sein, wie weit diese neue Mannschaft ihren Weg nach oben fortsetzen kann.
Für die Herren 3 von Volley Uri spielten: Patrick Ambauen, Yannick Arnold, Adi Aschwanden, Duncan Aschwanden, Leando Epp, Jan Geisser, Noel Gisler, Lars Huhn, Michi Trutmann (Spielertrainer) und Fabio Ziegler
Bericht: Fabio Ziegler | Fotos: Jan Geisser